Arbeit und befohlener Urlaub

posted Dez 23, 13:35 in

Super #3
Nach einem Monat Urlaub wurde es auch wieder Zeit an die Arbeit zu gehen. Wieder einem geordneten Leben nachzugehen, Geld zu verdienen damit ich mir auch einen Gleitschirm zu kaufen kann, so wie mein Budget wieder aufzustocken, das in den Ferien gelitten hat. Leider hatte ich nur zwei Wochen zeit bevor ich schon wieder weg musste. Diese hektische Zeit war voll gestopft mit Terminen und Aufgaben, dazu musste ich auch noch meine Mailbox wieder bereinigen. Ihr könnt euch ja etwa vorstellen wie viele E-Mails so in einem Monat eintrudeln. Dennoch hat es mir viel Freude bereitet wieder hier zu sein. Zudem konnte ich nebenbei auch noch mein Zeitguthaben etwas aufstocken, da ich meist bis nach sechs Uhr gearbeitet habe.

Scheisse #1
Wie schon erwähnt hatte ich ja gerade mal zwei Wochen Zeit bevor ich wieder in die Ferien durfte. Leider waren diese grünen Ferien nicht gerade freiwillig. Ja schon beim Zusammenpacken der Utensilien spürte ich ein kleines unbehagliches etwas in mir, das bereist am Bahnhof in Hinwill zu einem Fussball grossen Geschwür angewachsen ist. Hallte ich zumindest das Gefühl, als ich mit weiteren Soldaten das erste mal darauf warten musste, dass uns jemand abholt. Im AMP in Hinwil war das nicht viel anders. Es dauerte eine Ewigkeit bis wir endlich unsere Panzer erhalten haben. In Schwellburnn, einem Kaff im Appenzell, das zum Staunen aller beteiligten kaum über Handyempfang verfügte, wurden wir in einer Zivilschutzanlage eingepfercht. Hetzen um zu Warten, hetzen und warten, hetzen und warten war die Devise und das bei einem Kadi, von dem man das Gefühl hatte, er habe gerade er habe lauter Rekruten vor sich. Ne ne so nicht mein Lieber.
Leider habe ich vergessen Oropax mitzunehmen und so wurde ich in der ersten Woche von einem überaus nervenden Schnarchkonzert vom schlafen abgehalten. Neben all den Mühseligkeiten gab es auch den einen oder anderen Lustigen Moment. Vor allem mit Thomas Weibel dem „Nee sicher nät“ – Kanderstäger unterhalten habe.
Leider mussten Weibel und ich auch noch Wochenendwache halten um ein Munmag zu beawachen. Lustigerwiese wurde knapp vor Ende unserer Schicht die Alibi-Übung abgebrochen, da sie bemerkt hatten, dass für den nächsten Tag zu wenig Fahrer vorhanden sind, wenn wir bis zum Schluss des Einsatzplanes hätten Wache halten müssen. Sprich plötzlich war es nicht mehr wichtig die Munmag zu bewachen. Das hätten diese Idioten aber auch vor dem Wochenende merken und entscheiden können. Wie auch immer, Weibel und ich hatten auf der Wache viel zu erzählen über den sch*ç% Verein, Frauen, Arbeit und sonstiges.
In der Zweiten Woche fand eine Übung statt in der das Kader beübt werden wurde. Mit anderen Worten, wir füdli Soldaten machten nur Leerläufe und nichts Weiteres. Zum Beispiel mussten wir Patroullie fahren. Also fuhren wir von 3 Uhr Morgens bis 1 Uhr Nachmittags durch drei Dörfer hin und her und gingen den Einheimischen wohl tierisch auf den Sack. Und wozu frage ich mich. Es war nichts zu sehen, kein einziger Marcoeur erschien im unserem Sektor. Literweise Diesel verbraten für nichts. Das gleiche mit dem Checkpoint, Stundenlang einen Autodurchsuchungsplatz betreiben und kein einziges „feindliches“ Fahrzeug fuhr an uns vorbei. Tja so passieren die Dummheiten und prompt fährt in der Nacht ein ziviles Auto in die Absperrung. Nun länger will ich zu diesem Thema nicht werden und mich noch weiter darüber aufregen.

dani live@bern

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